Beratung in der Schule dient in erster Linie dem Ziel für die Schülerinnen und Schüler die bestmöglichen Unterstützungsmöglichkeiten anzubieten. Eine Beratung setzt die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kindern und Schule voraus.

Wir bieten unseren Schülern/innen, Eltern und auch Kollegen/innen ein breitgefächertes Beratungsangebot. Dabei sind uns die Entwicklung sozialer Kompetenzen und eine vertiefte Berufsorientierung besonders wichtig.

Die Schulleitung berät die Kollegen/innen hinsichtlich ihrer unterrichtlichen Tätigkeit. Dazu werden Unterrichtshospitationen durchgeführt. Weiterhin unterstützt und berät die Schulleitung Kollegen/innen und Schüler/innen bei besonderen Aktivitäten, wie zum Beispiel Führung einer AG bzw. anderen Projekten. Schüler/innen und deren Eltern werden von der Schulleitung auf Wunsch beraten, nachdem sie die institutionalisierten schulischen Beratungsstellen in Anspruch genommen haben.

Die Klassenlehrer/innen stehen den Schülern/innen und deren Eltern in Fragen von Erziehung und Unterricht als erste Beratungsinstanz zur Verfügung. Durch die Klassenführung von i.d.R. 3 Jahren und einem gewöhnlich hohen Stundenanteil haben die Klassenlehrer/innen zu den Schülern/innen ein gutes Vertrauensverhältnis. Deshalb stehen Beratungsgespräche über die Persönlichkeitsentwicklung, zum Sozialverhalten und Lernstand im Vordergrund.

An unserer Schule finden jährlich zwei Elternsprechtage statt. Der Sprechtag im November ist für alle Klassenstufen vorgesehen. Ein zweiter im Februar richtet sich an die Eltern der 6. Klässler/innen.

Die Sozialpädagogin, Frau Knigge, ist montags und dienstags im Haus. Freitags macht sie Hausbesuche. Sie ist dem Jugendamt unterstellt und arbeitet vorwiegend im Bereich der Prävention, aber auch der Intervention. Zu ihren Aufgaben gehören:

  • Einzelfallhilfe
  • Elternarbeit
  • Beratung und Begleitung bei Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen
  • Projektarbeit (z.B. Entspannungsübungen, Sozialkompetenztraining)
  • Begleitung präventiver, gruppendynamischer Prozesse
  • Beratung der Lehrkräfte
  • Zusammenarbeit mit dem Beratungsteam
  • Schulabsentismus
  • Erstellung eines Netzwerkplanes (Link zum Plan) über Beratungsangebote

 

 

Die Beratungslehrerin (Frau Knackstedt) ist Ansprechpartnerin für Schüler, Eltern, Lehrer und Schulleitung. Ihre Sprechstunden sind dienstags in der 2. Stunde und freitags in der 3. Stunde sowie nach Vereinbarung.

 

Ihr Aufgabenbereich umfasst:

- Einzelfallhilfe bei individuellen Problemen  

- Arbeit mit Schülergruppen

- Beratung von Kollegen

- Zusammenarbeit mit dem schulischen Beratungsteam

- ggf. Kontakte zu externen Institutionen herstellen

 

Im Beratungsprozess gilt das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Eine professionelle Beratung setzt bestimmte Rahmenbedingungen voraus:

- Zeit (die Beratungslehrerin verfügt über Stunden für Beratungsaufgaben)

- ansprechender Raum, um Beratungsgespräche führen zu können

- Einhalten der Grundsätze der Beratung

 

Die wichtigsten Grundsätze der Beratung werden im Folgenden kurz skizziert:

 

Freiwilligkeit

Beratung ist freiwillig und setzt somit die Bereitschaft des Ratsuchenden voraus, etwas an seiner Situation zu ändern. Folglich trägt der Ratsuchende selbst die Verantwortung für die Umsetzung bzw. Nichtumsetzung eines Beratungsergebnisses.

 

Unabhängigkeit

Um einen Beratungsprozess begleiten zu können, muss die Beratungslehrerin dem Ratsuchenden, dem Problem sowie möglichen Lösungen unabhängig gegenüberstehen und darf nicht im Auftrag von anderen Personen handeln.

 

Verschwiegenheit

Vertrauliche Informationen, die in Beratungsgesprächen an die Beratungslehrerin herangetragen werden, dürfen nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Ratsuchenden an andere Personen weitergegeben werden.

 

Beachten der Verantwortungsstruktur

Jeder, der im Schulalltag beratend tätig ist, handelt in seinem Bereich. Ein Abschieben eigener Verantwortung auf andere – z.B. vom Klassenlehrer auf die Beratungslehrerin oder umgekehrt – unterbleibt.

 

Zwei Mediationslehrkräfte (Frau Müller und Herr List) bilden die Schulmediatoren aus den Klassenstufen 8 und 9 aus. Streitschlichtung ist ein Gespräch mit Hilfe einer neutralen Person zur Lösung eines Konfliktes. Die ausgebildeten Streitschlichter stehen den Schülern/innen jeweils in den großen Pausen zur Verfügung. Sie helfen ihren Mitschülern/innen leichtere Konflikte selbst zu lösen und zeigen Wege auf, um künftig friedliche Lösungsmöglichkeiten zu finden. Bei schweren Konflikten übernehmen die Mediationslehrer/innen die Mediation.

 

 

Externe Kooperationspartner werden ggf. in die Beratungsarbeit mit einbezogen:

Kommunale Beratungsstellen (z.B. Jugendamt, Jugendhilfe)

  • Lukas-Werk
  • Drogenberatungsstelle
  • Polizei
  • Ärzte, Therapeuten

Einmal im Schuljahr findet ein Pädagogischer Elternabend statt, auf dem sich Eltern informieren und beraten lassen können. Themen wie „Gefahren im Internet“ „Hörschädigungen durch extensives Hören mit Kopf/Ohrhörern“ oder „Therapeutische Maßnahmen für Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche“ sind angedacht. Weitere Themen werden von den Eltern auf den Schulelternratssitzungen vorgeschlagen.

2012 wird auch das Mobbing-Interventionsteam (MIT) seine Arbeit aufnehmen. Mitglieder dieses Teams sind Frau Knackstedt, Herr Crone und Herr List. Das MIT versteht sich als Ansprechpartner für Schüler/innen und Eltern, die von Mobbingvorfällen betroffen sind und Hilfe suchen. Unter Mobbing wird folgendes verstanden:

  • Mobbing ist Gewalt an einer Person innerhalb ihrer sozialen Bezugsgruppe (z.B. Schulklasse, Arbeitsgruppe...).
  • Einzelne oder Teile der Gruppe oder auch die ganze Gruppe „quälen“ und schädigen eine Person über einen langen Zeitraum regelmäßig.
  • Die Person wird in ihrem Ansehen und Selbstwertgefühl geschädigt durch Beleidigungen, Verleumdungen, Verbreitung von Gerüchten, Ausschluss aus der Gruppe oder durch körperliche Gewalt.
  • Das Mobbingopfer ist der Gewalt der Gruppe solange ausgesetzt, bis jemand die Mobbingprozesse durchbricht. 

Das MIT verfolgt bei der Intervention einen systemischen Ansatz, das heißt, es wird nicht nur auf die direkt beteiligten Personen eingegangen, sondern versucht, mit der Klasse die Vorfälle aufzuarbeiten, denn alle sind an dem Geschehen beteiligt und alle könnten etwas tun, um Mobbing zu beenden.

Die Berufsberatung hat an unsere Schule einen großen Stellenwert. Gut ausgebildete Schüler/innen sind für die Zukunft unserer Region ein wichtiges Potenzial. Deshalb beginnt die Berufsorientierung bereits in Klassenstufe 6. An unserer Schule nehmen alle Schüler/innen der Jahrgangsstufen 6 bis 8 am Zukunftstag teil. Dabei sollen insbesondere die jüngeren Schüler/innen lernen, dass es keine feste Einteilung in klassische „Frauen- und Männerberufe“ gibt. Wir unterstützen die Schüler/innen der Klassenstufen 6-8 bei der Teilnahme am Zukunftstag. Ab Klassenstufe 8 beginnt eine intensive Berufsorientierung (hier nach Tabelle)

 

Klasse

Veranstalter

Termin

6

Sozialpädagogin/Klassenlehrer/innen

Sozialkompetenztraining Schwerpunkt: Kommunikation

Vor den Osterferien

6-9

Zukunftstag

März/April

8

Projektregion Braunschweig

Kompetenzfeststellungstraining

Nach den Herbstferien

8

CGL/Projektregion

Vor den Osterferien

9

Infomobil

September

9

Praktikum

3 Wochen nach den Osterferien

9

Berufe-Parcours

Oktober

9/10

MAN/Herr Dube

gleich nach den Sommerferien

10

Stadthalle/Berufsbörse

im Herbst

10

Barmer/Herr Kuhlmann

vor den Herbstferien

10

Arge/Frau Steppan

ganzjährig 

 

Auch für die Eltern wird in Zusammenarbeit mit externen Partnern ein Workshop zum Thema „Wie unterstütze ich mein Kind bei der Bewerbung bzw. Berufswahl“ angeboten.

 

Stand: 2011


   
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