Inhalt

  1.         Berufsorientierung an der Realschule
  2.         Maßnahmen zur beruflichen Orientierung bzw. beruflichen Bildung
  2.1.      Fächerübergreifende Berufsorientierung
  2.2.      Der Zukunftstag
  2.3.      Hauswirtschaft, Technik und NFTE
  2.4.      Kompetenzfeststellungsverfahren
  2.5.      Ausbildungsnetz38
  2.6.      Kooperation mit der Berufsschule
  2.7.      Benimmtraining
  2.8.      Berufspraxistage
  2.9.      Profilbildung
  2.10.    Schülerbetriebspraktikum
  2.11.     Infomobil
  2.12.    Berufsorientierungsmessen
  2.13.    Bewerbungstraining
  3.         Dokumentation der berufsbildenden Maßnahmen
  4.         Elternarbeit

1.    Berufsorientierung an der Realschule
Laut RdErl. d. MK vom 1.12.2011 Bezug RdErl. „Die Arbeit in der Realschule“ vom 27.04.2010  ist es „Aufgabe der Schulen, gemäß ihrem schulformspezifischen Bildungsauftrag mit Unterstützung durch Kammern, Wirtschaft, Betriebe, die Bundesagentur für Arbeit und andere außerschulische Partner zielgerichtete Berufsorientierungsmaßnahmen durchzuführen.“ „Ziel aller Maßnahmen ist es, die Ausbildungsfähigkeit durch frühzeitige praxisbezogene und systematische Berufsorientierung zu sichern und die Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken, um damit dem ansteigenden Fachkräftemangel zu begegnen.“

2.1.    Die Berufsorientierung ist als Aufgabe der ganzen Schule zu sehen. Berufsbildende Maßnahmen finden aus diesem Grunde in jedem Fach statt. (Siehe dazu die Bausteine der einzelnen Fachbereiche).
    
2.2.    Eine frühzeitige Berufsorientierung fördert die Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise. Aus diesem Grunde haben wir in Absprache mit den Elternvertreterinnen und Vertretern beschlossen, dass außer dem Abschlussjahrgang alle anderen Jahrgänge am Zukunftstag teilnehmen. Dabei sollen insbesondere die jüngeren Schüler/innen lernen, dass es keine feste Einteilung in klassische „Frauen- und Männerberufe“ gibt. Den Schülerinnen wird geraten in die sogenannten „Männerberufe“ zu schnuppern, um dem geschlechtsspezifischen Berufswahlverhalten entgegen zu wirken. Analog dazu sollen die Jungen am Zukunftstag eher in „typische Frauenberufe“ z.B. in Pflege und Erziehung Einblicke gewinnen.
Die Klassenlehrer/innen bereiten diesen Tag vor und nach. Sie achten darauf, dass die Teilnahme am Zukunftstag dokumentiert wird (siehe auch 3.).

2.3.    Im achten Jahrgang finden an der Lessing-Realschule verschiedene systematische Bildungsmaßnahmen bezüglich der Berufsorientierung statt. Die Fachkonferenz Arbeit/Wirtschaft – Technik hat für alle Schülerinnen und Schüler dieses Jahrganges einen Block Hauswirtschafts- und Technikunterricht festgelegt. Der Wirtschaftsunterricht des 8. Jahrgangs trägt mit dem NFTE-Programm (Network for teaching Entrepreneurship) in besonderem Maße dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten einschätzen lernen sowie Eigeninitiative, Kreativität sowie unternehmerisches Denken und Handeln entwickeln.
Das NFTE-Programm zielt darauf ab, Wirtschaftskenntnisse und überfachliche Qualifikationen auf spielerische und anschauliche Weise zu vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln in diesem Unterricht Geschäftsideen, verfassen einen Businessplan und stellen diesen auch vor.

2.4.    Neben der Einschätzung der eigenen Kompetenzen und Leistungsfähigkeit muss aber auch ein Abgleich mit den beruflichen Anforderungen einhergehen. Die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs nehmen an einem einwöchigen Kompetenzfeststellungsverfahren teil, welches von der Allianz für die Region durchgeführt wird. Dieser 4-tägige Test, der am 5. Tag mit einem Auswertungsgespräch und einer anschließenden Berufsberatung endet, ist in besonderer Weise geeignet, mit den  Eltern über die Berufswahl ihrer Kinder ins Gespräch zu kommen (siehe auch 4.)

2.5.    Zu Beginn der 8. Klasse werden alle Schülerinnen und Schüler im Ausbildungsportal „Ausbildungsnetz38“ aufgenommen. Dieses Portal ist für Schüler/innen, Eltern, Lehrkräfte, Unternehmer/innen und Institutionen der Region Wolfenbüttel gedacht. Hier findet man Ausbildungs- und Praktikumsplätze, Informationen zur Berufsorientierung, Fördermöglichkeiten und vieles mehr. Im Rahmen des Wirtschaftsunterrichtes sollen die Schülerinnen und Schüler im Umfang von 6 Unterrichtsstunden an das Portal herangeführt werden. Auch im  Vertretungsunterricht können sich die Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht der Vertretungslehrkraft im Ausbildungsnetz38 bewegen.

2.6.    Nach dem Kompetenzfeststellungverfahren haben die Schüler/innen des 8. Jahrgangs im 2. Halbjahr die Möglichkeit an einer AG in der Carl-Gotthardt-Langhans-Schule teilzunehmen. Je nach personeller Verfügbarkeit können die Schüler/innen sich so in den Berufsfeldern Hauswirtschaft, Pflege, Elektrotechnik, Metall- und Landmaschinentechnik ausprobieren.

2.7.    Ebenfalls im Jahrgang 8 wird von der Allianz für die Region ein Benimmtraining für die Schülerinnen und Schüler angeboten.

2.8.    In Kooperation mit der Carl-Gotthardt-Langhans-Schule nimmt jeder Schüler/jede Schülerin des 8. Jahrgangs ein- bis zweimal im Jahr an zwei bis drei Tagen zur vertieften praktischen Berufsorientierung teil. Dazu ordnen sich die Schüler/innen verschiedenen Berufsfeldern zu, wobei möglichst eine Zuordnung auf der Grundlage der zuvor durchlaufenden Kompetenzfeststellung erfolgen soll.
    
2.9.    Nach der Kompetenzfeststellung, den Berufspraxistagen und den Betriebspraxistagen wählen die Schüler/innen am Ende der 8. Klasse ein Profil für die letzten beiden Schuljahre. Je nach personeller Verfügbarkeit sollen die Schüler/innen und Schüler möglichst aus allen vier Profilen wählen können: Sprachen/Französisch, Wirtschaft, Technik und Gesundheit und Soziales. Das Profil Technik wird in Kooperation mit der Carl-Gotthardt-Langhans-Schule angeboten. Bei Überzeichnung des Kurses werden vorrangig Mädchen bzw. Schüler aufgenommen, die in Klasse 8 an einer Technik-AG teilgenommen haben. In dem Profil Wirtschaft geht es in erster Linie um die Gründung einer Schülerfirma. Ideen dazu können aus dem Wirtschaftsunterricht – insbesondere aus dem NFTE-Programm – entstehen. Das Profil Wirtschaft vermittelt den Schülerinnen und Schülern grundlegende wirtschaftliche Kenntnisse. Durch das hohe Maß an Selbststätigkeit werden in diesem Profil die Kooperations-, Kommunikations- und Teamfähigkeit, sowie die Entscheidungskompetenz und die Eigenverantwortung gefördert. Im Profil Gesundheit und Soziales steht neben den persönlichen Perspektiven der Erwerb von Kompetenzen in Berufsbereichen der Sozialpädagogik, Gesundheit und Pflege, Ernährung und Hauswirtschaft im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler erhalten in diesem Profil Einblicke in die entsprechenden beruflichen Fachrichtungen. Weiterhin sollen sie in diesem Profil befähigt werden „sich aktiv gestaltend und sozial- und eigenverantwortlich als Mitglieder der Gesellschaft und zukünftige Erwerbstätige kompetent zu verhalten“. Im Zuge des Profils GuS erwerben die Schülerinnen und Schüler in Kooperation mit der Kreisjugendpflege die Juleica light. Dazu kommen im 2. Halbjahr der 9. Klasse Externe in die Gruppe, die in 19 Doppelstunden mit den Schülerinnen und Schüler zu diesem Thema arbeiten.  

2.10.    Ebenfalls in  der 9. Klasse absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein dreiwöchiges Betriebspraktikum. Dazu findet im Fachunterricht AW eine intensive Vorbereitung statt. Während des Schülerbetriebspraktikums sammeln die Schüler/innen Informationen, Erfahrungen und Erkenntnisse über betriebliche Arbeitssituationen. Sie gewinnen Einblicke in technische, ökonomische und soziale Zusammenhänge sowie in Arbeitsanforderungen und –bedingungen. Alle Schüler/innen erarbeiten während bzw. nach dem Praktikum eine Präsentation, die sie ihren Mitschülern/innen mündlich vorstellen und die die schriftliche Note für das 2. Halbjahr im Fach Wirtschaft ersetzt (siehe dazu auch Medienkonzept).

2.11.    Einmal jährlich kommt für interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 das sogenannte Infomobil. Hier können sich die Schüler/innen über gewerblich-technische Berufe der Metall- und Elektro-Industrie informieren. Die Hightech-Fahrzeuge sind mit modernsten Produktionsanlagen, technischen Experimentierstationen und Multimediasystemen ausgestattet. Die Schülerinnen und Schüler erhalten im Infomobil unter anderem Einblicke in moderne Arbeitsformen und –abläufe, wie Gruppenarbeit oder flexible Arbeitszeiten.

2.12.    Die Schüler/innen der  Klassenstufe 9 nehmen an der jährlich stattfindenden Fachmesse für Ausbildung und Studium, der Vocatium, teil. Auf dieser Messe erhalten die Schüler/innen  neben der Information über Berufsfelder und Unternehmen auch die Gelegenheit in direkten Kontakt mit Firmen zu treten. Außerdem beteiligt sich unsere Schule an der BeFit-Messe in der CGLS.

2.13.    Um den Schülerinnen und Schülern möglichst einen erfolgreichen Übergang in die Ausbildung oder auf weiterführende Schulen zu ermöglichen, finden mehrfach im Jahr für die Klassenstufen 9 und 10 Sprechtage zur Berufsorientierung mit Vertretern/innen der Agentur für Arbeit statt. Themen für den Jahrgang 9 sind: Information über Berufsfelder  und die über die individuellen Berufswünsche der Schüler/innen. Themen für Klasse 10 sind: Ausbildungsstellensituation, Bewerbungsfristen, Informationen zum weiterführenden Schulbesuch und Vorstellen der Hilfen der Berufsberatung.

2.14.    Alle Zehntklässler nehmen an einem eintägigen Bewerbungstraining teil, welches von der Barmer Ersatzkasse organisiert und in der Welger Maschinenfabrik durchgeführt wird.

 

3.    Dokumentation der berufsbildenden Maßnahmen
Die Kollegen/innen, die  den AW-Unterricht erteilen, verpflichten sich auf die Führung des Berufswahlasses zu achten.

4.    Elternarbeit
Die Eltern sind für den Berufsfindungsprozess ihrer Kinder eine wichtige Orientierungsinstanz. Neben den Informationen über die schulischen Maßnahmen bezüglich der Berufsorientierung, erhalten die Eltern auf entsprechenden Elternabenden auch Informationen über die möglichen Abschlüsse an der Realschule und über Modalitäten weiterführender Schulen. Hierzu sollen möglichst externe Experten eingeladen werden. Ein wichtiger Baustein auf dem Weg der Begleitung ist das Rückmeldegespräch nach dem Kompetenzfeststellungsverfahren. Die Schule macht die Wichtigkeit der Teilnahme der Eltern an dem Auswertungsgespräch deutlich.

   
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